Mit seinen dicken, von 15 Jahren Küche gezeichneten Händen scrollte er durch sein Handy und musterte abwechselnd mich und das, was er mir voller Vorfreude präsentieren wollte. Eine neue Gastroidee. 
 
Was Denis und Elvis mir da im vergangenen August zeigten, war aber lange keine Idee mehr, sondern eine minutiös fertig ausgearbeitete Strategie: ein 16-seitiger Businessplan plus voll ausgearbeitetem Branding Konzept. Ich war baff. 
 
So häufig alle Gespräche mit Gastronomen immer auch gemeinsame „Was könnte man noch machen“ Runden sind, so selten erlebt man solche Gelegenheiten, in denen es tatsächlich ernst wird. Und das hier war verdammt ernst.

„Zwei Gastrobrüder, schwanger mit einer Idee“

Mit leuchtenden Augen saßen die beiden mir nun auf Ihrer Terrasse ihres Restaurants gegenüber und fragten mich neugierig, was ich von ihrem neuen Baby halten würde.
 
Zwei Gastrobrüder, schwanger mit einer Idee. Und ich darf Anteil daran nehmen. Ehrlich, gerade in solchen Momenten bin ich Mahlzeit und den Beziehungen, die sich in den letzten Jahren aufgebaut haben, unendlich dankbar. 
 
 
Neun Monate später sitzen wir uns nicht mehr in gemütlichen Stühlen im Hulsbergviertel gegenüber, sondern auf Hockern in der Bremer City. Seit zwei Tagen hat ihr Baby das Licht der Welt erblickt.
 
Der schlichte Name Due ist ein doppelter Selbstverweis. Auf die Alma Mater, dem italienischen Edel-Restaurant Due Fratelli, aber und letzten Endes auch auf sich selbst. Zwei Brüder, die nun vor ihrem zweiten Lokal hocken, in dem es künftig Italian Street Food geben soll.
 
 
Während Elvis einen Espresso trinkt, hält Denis noch verpackt jenes Ding in der Hand, was schon im Businessplan als absoluter USP angepriesen wurde. 
 
Nicht mehr mit leuchtenden, sondern mit von der harten Arbeit der letzten Tage ermüdeten Augen befreit er das Ding von seiner Verpackung. Und endlich erstrahlt die Piadina, das Signature Dish des Ladens, im vollen Glanz. 
 
 
Das dünne, knusprig auf einer Piadina-Platte ausgebackene Fladenbrot, welches es in Italien gefühlt an jeder Straßenecke gibt, ist nun auch im Herzen Bremens erhältlich.
 
Und zwar in acht Varianten – von Mozzarella, Mortadella und Antipasti bis hin zu Prosciutto, Nutella oder Salami. Von herzhaft bis süß ist alles dabei, was das Herz erfreut. Wahlweise im kleinen Laden zu genießen – oder to go.  
 
Das sind allerdings nicht die einzigen Angebote: neben einigen Salate gibt es hier auch frische Suppen sowie allerlei wechselnde italienische Gebäcke und Croissants.
 
Ein besonderes Highlight stellt jedoch die Lunchbox dar. Sie enthält wahlweise ein Ciabatta Sandwich oder ein Croissant, eine Obst- und Gebäckbeilage, eine Quarkspeise, ein Saftgetränk sowie Wasser oder Kaffee und kann werktags direkt vor der Arbeit (das Due hat stets ab 7 Uhr geöffnet) abgeholt werden. 

Meine Empfehlungen 

Der Text ist mal wieder zu lang geworden und ich hab wenig Lust, dort weiter mit Worten zu spielen, wo sich eure Augen auch einfacher ihren Reiz holen können.
 
Also hier nun von allen Gerichten, die wir auf der Karte probiert haben, meine Tops.