„Welcome Back, Hans“

Seit vergangenem Samstag wissen wir: es war kein finaler Abschied, sondern nur ein auf Wiedersehen. Denn nach inzwischen dreijähriger Pause ist die ehemals im Weserpark vertretene Burgerkette Hans im Glück wieder zurück in Bremen – direkt im jüngst eröffneten City Gate Bremen am Bahnhofsvorplatz. 

Und wenn es nach den Vorstellungen der beiden Franchisepartner Dunja und Max geht, sollen Gäste hier nicht nur ihr kulinarisches Glück finden, sondern auch eine kleine Stadtoase, die zum entspannten Genießen und Verweilen einlädt. 

Während wir das Lokal betreten, werden bei mir direkt alte Erinnerungen wach: nicht an das typische Ambiente mit den für die Kette charakteristischen Birkenstämmen. Ebenso wenig an die vom Industrie-Stil inspirierte Einrichtung oder das auf den WC’s traditionell hintergründig gespielte Märchenstück. 

Dafür aber an die Zeit, als das Burger-Unternehmen 2015 nach Bremen kam. Und was das für die gastronomische Entwicklung eigentlich bedeutete. Für mich steht Hans im Glück nämlich wie kein zweites Lokal für die mit dem Burger-Boom eingesetzte Wachablösung der etablierten Systemriesen McDonald’s und Burger King.

„Wir alle kannten Burger. Oder dachten es zumindest“

Und dann poppten Lokale wie Hans auf, die neue Wege gingen und uns jenseits von Happy Meals und King Deals zeigten, wie anders man Burger denken kann. Und denken muss.

Für diese kulinarische Emanzipation und der speerspitzenhaft von den Riesen abgerungenen Marktanteile, in deren Lücken später selbst viele weitere individuelle Burgerkonzepte ihren Platz finden sollten, hat sich Hans im Glück für mich verdient gemacht.

Und nun ist aus dem ehemals kleinen Hans selbst ein Riese mit über 60 Filialen geworden, der am letzten Wochenende sein Comeback in Bremen feierte. Wir kamen mit nostalgischen Gefühlen, aber vor allen Dingen auch mit viel Hunger im Bauch. Und deshalb langten wir ordentlich zu. 

Ich liebe die Klassiker und kam so natürlich nicht umhin, den HANS IM GLÜCK mit saftigem Rindfleisch zu bestellen. Wie alle Hans im Glück Burger kommt dieser mit frischem Pflücksalat, sonnengereiften Tomaten und – natürlich – jener geheimen Soße, wegen der wir alle dieses Restaurant allzu gerne aufsuchen.

Die Portion Fritten dazu war über jeden Zweifel erhaben: Dick, knusprig und gut gesalzen – eben einfach so, wie man es haben möchte. 

Diese vergleichsweise klassische Variante war natürlich ein safe player, aber aus Interesse daran, ob ein Burger ohne Fleisch genauso lecker sein kann, bestellten wir den veganen Neuling auf der Karte: den NATURBURSCHEN.  

Wie bei den Fleischvarianten gab es auch hier eine Basis aus Gemüse und Soßen. Das Besondere hier: der von karamellisierten Zwiebeln und Champignons getoppte Pflanzenbratling. 

„Eine überwältigende Komposition“

Wo wir eine leckere Gemüsekomposition erwarteten, bekamen wir einen Bratling, der ein Rinderpatty täuschend echt imitierte – sowohl in der Optik als auch im Geschmack.

So war und ist dieser Burger meiner Meinung nach tatsächlich auch für diejenigen eine Option, die sonst nicht auf saftiges Rindfleisch verzichten können. Glaubt mir, ich liebe Fleisch!

Es ging weiter mit dem BRAVUR Salat – bestehend aus gemischtem Salat, saftigem Hähnchenbrustfilet, einem cremigen Avocadotopping sowie einem Apfel-Balsam-Dressing. Dazu gab es die obligatorischen Sprossen, Kerne und Brotstangen. 

Gerade denjenigen, die leicht lunchen, aber nicht auf eine herzhafte und vollwertige Speise verzichten möchten, ist diese Salatvariante zu empfehlen.

Zu guter Letzt wurde unsere glückliche Erfahrung mit zwei verführerischen Desserts abgerundet. Die Waffel überraschte mit Zuckerkristallen, die diesem Klassiker einen Konsistenztwist gaben und Omas Keksteig gab uns Bremern das, was wir gegenüber den großen deutschen Städten noch vermissen – den essbaren Cookie Dough zum Dahinschmelzen!

Auf den essbaren Keksteig, durchwachsen mit schokoladigen Highlights und serviert auf warmen Kirschen, kann man sogar nach einem ordentlichen Burger und einem Pfund Fritten nicht verzichten.

Fazit

„Was ein Glück! Nicht nur für Hans“